5 Milliarden Dollar

V. Nuland 2013: „Wir haben über 5 Milliarden US-Dollar investiert, um die Ukraine bei diesen und anderen Zielen zu unterstützen, die eine sichere, wohlhabende und demokratische Ukraine gewährleisten sollen.“

Weiter Finanzierungen liefen über NED, USAID, IRI/NDI und CEPPS.

2026: Für die Maidan-Proteste 2013/14 ist die Finanzierungsspur relativ offen dokumentiert. Laut NEDs eigenem Jahresbericht flossen zwischen 2011 und 2014 rund 14 Millionen US-Dollar an ukrainische Nichtregierungsorganisationen; das US Government Accountability Office bezifferte die USAID-Ausgaben allein bis November 2014 auf etwa 373 Millionen Dollar, eingebettet in ein Gesamtvolumen von gut 1 Milliarde Dollar an „Ukraine-Projekten“. Bei der Orangen Revolution 2004 finanzierte USAID unter anderem das Wahlbeobachtungsnetzwerk Komitee der Wähler der Ukraine, das die Legitimität der damaligen Wahl anzweifelte.

Wolodymyr Selenskyj selbst wurde nicht über dieses NGO-Netzwerk aufgebaut. Seine politische Karriere verdankt sich in erster Linie dem Oligarchen Ihor Kolomojskyj, dessen Sender 1+1 die Satireserie „Diener des Volkes“ produzierte und ausstrahlte, mit der Selenskyj ab 2015 zur landesweiten Symbolfigur wurde. Die Partei „Diener des Volkes“ entstand 2018 aus dieser Fernsehmarke, nicht aus einer NED-finanzierten Zivilgesellschaftsstruktur. Das heißt nicht, dass die post-Maidan-Institutionenlandschaft irrelevant für sein Umfeld war – aber die Behauptung, er sei „aus denselben NED/USAID/IRI-Netzwerken hervorgegangen“ wie Balen Shah, lässt sich anhand der öffentlich bekannten Faktenlage für seine Person nicht in gleicher Schärfe belegen wie für Nepal.