1. Wie hoch war und ist die Gefahr?

Folge 1: 31.7.22, 8:00 Uhr, Corona Realitätscheck: Verdeckte Wissenschaft, ZuSa-Übersicht zum Nachhören

Guten Morgen! Sie hören die erste Sendung von Corona Realitätscheck: Verdeckte Wissenschaft, im Bürgerfunk von Radio ZuSa. Verantwortlich für die Sendung ist Marc Dzaebel. Mit mir im Studio ist Sören Kliewer. Da aus unserer Sicht viele wissenschaftliche Erkenntnisse nicht mehr ausgewogen berichtet werden, fühlen wir uns verantwortlich, zumindest essentielle Informationen, auf die Menschen vielleicht lebenswichtige Entscheidungen aufbauen, transparent zu machen. Ich bin Marc Dzaebel, arbeite als Dipl. Inform. seit 1988 in leitenden und beratenden Positionen für IT-Unternehmen und werte seit 2 Jahren Corona-Wissenschaft auf meiner Webseite corona-diskurs.de aus. Ich bin Sören Kliewer, ich bin Künster, Audioingenieur, Raumakustiker, schreibe viele Texte und Bücher, bekannt hier in Lüneburg wahrscheinlich eher für die Demokratiebewegung für Grund- und Menschenrechte – namentlich Lüneburger für freie Impfentscheidung und ich freue mich sehr, diese Sendung mit Marc gestalten zu können.

Wer die Aussagen überprüfen möchte, kann auf der Webseite corona-diskurs.de/zusa die genutzten Quellen anklicken. Dort hinterlegen wir auch alle Sendungen zum Nachhören mit Texten. Was hier gesagt wird ist also grundsätzlich belegbar oder wird als Hypothese klar benannt. Trotzdem empfehlen wir, selbst zu recherchieren, denn Wissenschaft ist immer im Fluss. 

Vorab eine kleine Geschichte aus der “Anleitung zum Unglücklichsein”, von Paul Watzlawick:

Ein Mann klatscht alle zehn Sekunden in seine Hände. «Warum tun Sie das?», fragt der Therapeut. «Um die Elefanten zu verscheuchen», antwortet der Mann. Hier seien doch gar keine Elefanten, entgegnet der Therapeut. – «Sehen Sie, es wirkt!».

Mit jedem Klatschen verstärkt der Mann die für ihn reale Wirkung immer weiter. Heutzutage könnte er dem Therapeuten zurufen: Sie unterliegen dem Präventionsparadox. Nur durchs Klatschen haben wir keine Elefanten. Aber was hätte er tun können? Er hätte z.B. einen Realitätscheck durchführen können und mit dem Klatschen aufhören. Er hätte prüfen können, ob es an anderer Stelle ohne Klatschen zu Elefantenaufläufen kommt. 

Die meisten Corona-Fragen kommen immer wieder auf eine zentrale Frage zurück: Wie hoch war und ist eigentlich die Gefahr: Der Frage wollen wir uns hier mit besonders fundierter Wissenschaft aus hochrangigen Journalen nähern. 

Allein bis 4. Mai 2020 sollten laut Imperial College in London ohne Maßnahmen 570.000 Menschen in Deutschland sterben. Das College sagte bereits bei SARS, Schweinegrippe, Vogelgrippe und MERS Millionen Tote anhand klassischer, epidemiologischer Modelle falsch voraus und lag immer um Dimensionen über der späteren Realität. Es sind sehr viele Parameter in den Simulationen zu schätzen, daher liegt man da leicht falsch, und so kann es zu massiven Fehleinschätzungen kommen. Offenbar hatten die Regierungen auch in Deutschland aus all den falschen Vorhersagen nichts gelernt. Das gleiche bei Prof. Drosten. Er rief 2010 sogar zur Impfung gegen Schweinegrippe auf, obwohl letztlich nur wenige Fälle auftraten. Die Impfung führte damals zu massiven Narkolepsie-Fällen, weshalb sie gestoppt wurde. Für tausende Menschen war ein normales Leben danach nicht mehr möglich.

Die Bundesregierung wurde damals in einem internen Strategiepapier u.a. durch Mao-Fan und Anhänger der chinesischen KP, Otto Kölbl – ein Sprachforscher – beraten. Das Team um Kölbl stellte ebenfalls eine Hochrechnung an: Entweder 1 Mio. Tote oder 12.000 mit der sog. “Hammer and Dance” Strategie. Letztere Strategie, also das Wechseln von Hammer-Maßnahmen und Lockerungen, hat man dann in der Politik mehrfach wiedergefunden.

Mit allen sprachlichen Techniken sollte der Worst Case angesprochen und eine gewünschte Schockwirkung erzielt werden. Hier ein Beispiel für die Angstkommunikation aus dem Papier, wo um jeden Preis vermieden werden sollte, den Eindruck zu erwecken, Kinder könnten nicht unter der „Pandemie“ leiden:

“Kinder werden sich leicht anstecken, selbst bei Ausgangsbeschränkungen, z.B. bei den Nachbarskindern. Wenn sie dann ihre Eltern anstecken, und einer davon qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, Schuld daran zu sein, weil sie z.B. vergessen haben, sich nach dem Spielen die Hände zu waschen, ist es das Schrecklichste, was ein Kind je erleben kann.“

Solche Art der Angst-Induzierung kann z.B. zu Traumatisierungen besonders bei Kindern aber auch Erwachsenen führen, die durchschnittlich 3 Jahre weniger Lebenszeit bedeuten. Die Kollateralschäden allein dieser Kommunikation wurden in dem Papier nicht abgeschätzt. So ist der zweithöchste Risiko-Faktor für Covid die Angststörung. Ziel jeder gesundheitlichen Intervention müsste aber zunächst sein, nicht zu schaden. Die Grundlage jeder medizinischen Ethik ist u.a. das Verbot zu schaden. Auch der politische Amtseid enthält diese Formel, dazu müsste der Schaden aber zumindest abgeschätzt werden. Eine solche Abschätzung der Kollateralschäden hatte im Mai 2020 der Oberregierungsrat Stefan Kohn aus dem Bundesinnenministerium zusammen mit Experten entwickelt. Er kam damals zum Ergebnis, dass es sich – wie der gleichnamige Titel eines Bestsellers – um einen Fehlalarm handelt. Dafür wurde er von Host Seehofer suspendiert. 2 Jahre später sind den Bürgern weiterhin keine Abschätzungen von Schaden und Nutzen von Maßnahmen verfügbar. Schlimmer noch, der Sachverständigenausschuss der Bundesregierung hat Anfang des Monats festgestellt, dass sogar heute noch die wissenschaftliche Evidenz für einen Nutzen vieler Maßnahmen fehlt. Jedes Startup muss heute zunächst einen Businessplan entwickeln, der Kosten und Nutzen abschätzt. Für die Corona-Maßnahmen gilt das offenbar nicht – zumindest ist uns so etwas nicht bekannt.

Am Anfang wurde behauptet, dass es sich um ein neuartiges Virus handelt, für das keine Immunität bestünde. Das hat in den Modellen natürlich zu einer hohen Gefahreneinschätzung geführt. Heute wird weiter überwiegend vom “neuartigen Coronavirus” gesprochen. Diese Aussage ist aber reihenweise wissenschaftlich widerlegt. Die überwiegende Mehrzahl der Menschen hatte nachweislich bereits eine bestehende Immunität. Googelt man heute nach “Neuartiges Coronavirus” findet man aber für die meisten Bundesämter noch die gleiche Formulierung. RNA-Viren haben die höchste Mutationsrate aller Viren. Man kann fast davon ausgehen, dass viele ihr ganz eigenes, speziell mutiertes Virus haben. Die Betonung der “Neuartigkeit” ist also sowohl virologisch als auch immunologisch zumindest irreführend, vor allem nach 2,5 Jahren.

Zur Gefahreneinschätzung gehören aber natürlich vor allem auch die Wörter, Bilder, Inzidenzen und Todeszahlen. Dem zweijährigen medialen Dauerfeuer konnte man sich weltweit kaum entziehen. 

Eines dieser Wörter ist “Pandemie”. Früher war eine Pandemie mit einer deutlichen Zunahme an schweren Erkrankungen und Todesfällen verbunden. 2009 nahm die zu einem Großteil privat finanzierte WHO diese Kriterien aus ihrer Pandemie-Definition, die heute theoretisch ermöglicht, für kleine Grippewellen in mehreren Ländern eine Pandemie auszurufen.

Bei den Bildern aber sind es sicher die von Bergamo. Ein Konvoi von Militärlastern transportiert angebliche Corona-Tote aus der Stadt. Grund für die Häufung war aber die Anordnung der Behörden, dass sich Angehörige nicht mehr um die Beerdigung kümmern durften. Man glaubte, die Toten könnten das Virus auch weitergeben, weshalb diese verbrannt werden sollten, was in Italien aber eher die Ausnahme ist. Da das Krematorium von Bergamo darauf nicht ausgelegt war, mussten die Toten in umliegende Krematorien transportiert werden. Infizierte Menschen wurden damals in die Pflegeheime geschickt. Der Zustand der Krankenhäuser war schlecht, die Bevölkerung überaltert und eine hohe Luftverschmutzung in Nord-Italien ist bekannt. Frühe fehlerhafte WHO-Empfehlungen, zu frühe Beatmungen und eine große zuvor durchgeführte Grippeimpfung schwächten die Patienten.

Inzidenzen sind immer noch das magische Wort in den Medien. Dabei ist diese Zahl komplett von der Anzahl der Tests abhängig. Würde jeder Einwohner des Landkreises Lüneburg ein mal in der Woche getestet, so wäre das Ergebnis grob immer mindestens eine Inzidenz von 183, auch wenn es gar kein Virus mehr gäbe. Warum das so ist? Der PCR-Test ist – ganz grob gesagt – selbst wenn man den höchsten RKI-Angaben folgt – in einem von 1000 Fällen falsch positiv! Das hängt auch von der Vortestwahrscheinlichkeit ab. Da aktuell Antigen-Schnelltests für einen Fall meist schon ausreichen, muss man wissen, dass hier noch deutlich mehr falsch positiv sein kann. So könnte die Inzidenz also völlig aussagelos, in beliebige Höhen getrieben werden. Man kann nur sagen, dass die Nutzung dieser Zahl ohne Berücksichtigung der Testanzahl und anderer Größen die mehrjährige Denkblockade eines Großteils der Nation aufzeigt.

Noch schlimmer ist aber, dass selbst korrekte PCR-Tests ein großes Problem haben. Sie werden positiv, wenn nur Fragmente der Viren vorhanden sind, die gar nicht vermehrungsfähig sind und zu gar keiner Infektion führen könnten. Der Anteil dieser Fragment-Messungen ist gar nicht klar, weil man dazu einen noch besseren Test benötigen würde, den es nicht gibt. Dieser Anteil könnte aber hoch liegen, da ja die meisten trotz positivem Test nichts merken. Der PCR-Test kann auch vermehrungsfähige Viren korrekt erkennen, ohne dass es zu einer Infektion, also einer Vermehrung der Viren kommt. Das wird gleich doppelt verwechselt – auch vom RKI, die Covid-19-Fälle schon bei positiven Tests zählen. Das schlimme ist aber gar nicht, dass damit die Inzidenzen aussagelos werden, das schlimme ist, dass die angeblich nachgewiesenen Corona-Toten zu einem hohen Anteil gar keine sein könnten! Die Corona-Toten könnten z.B. an üblichen Todesursachen verstorben sein. Tatsächlich gibt es noch vielfältige weitere Probleme (z.B. CT-Wert), die einen PCR-Test falsch ausgehen lassen können.

Aber was ist eigentlich in der Statistik ein Corona-Toter? Es ist ein Toter mit einem positiven PCR-Test oder einer ärztlichen Annahme, dass dieser Mensch auch ohne positiven Test an Covid-19 verstarb. In einigen Ländern wurden sogar Post-Mortem-Tests gemacht, die natürlich eine höhere Corona-Sterblichkeit bedeuteten. Schon im April 2020 setzte sich glücklicherweise Prof. Püschel aus Hamburg über die RKI-Anordnungen hinweg und obduzierte die Corona-Toten. Sein Ergebnis: „In Hamburg ist niemand ohne Vorerkrankung an Corona gestorben“, “das ist kein Killervirus”. Heute, 2 Jahre später, fangen nun die ersten Bundesländer – wie Bremen – an, zu unterscheiden, ob ein Mensch an oder mit dem Virus gestorben ist. Die Bremer kommen aktuell auf einen von 7 Menschen, der tatsächlich an Covid verstorben ist. Ähnliche Ergebnisse gab es auch in anderen Ländern, wie z.B. der USA. Das bedeutet, dass jede Risko-Bewertung also quasi durch 7 geteilt werden müsste. Das passiert aber nicht, stattdessen wird weiter von ohnehin sinnlosen Inzidenzen, berichtet, die noch dazu offenbar mindestens sieben mal zu hoch sind. 

Die medizinisch wichtigste Größe für die Beurteilung der Gefährlichkeit ist aber eigentlich die sog. Letalität. Sie gibt an, wie viele der Infizierten – auch der Unbekannten – versterben. Schon recht früh machte dazu die höchste Stelle der medizinischen Meta-Wissenschaft aus Stanford klare Aussagen. In mehreren weltübergreifenden, serologischen Meta-Studien wurde regelmäßig (also auch in 2021) festgestellt, dass die Letalität von Anfang an der einer Grippe entsprach. Heute ist die medizinische Gefahr durch die Abschwächung pro Variante sogar mindestens 10-fach geringer als die der Grippe. John Ioannidis, einer der meistzitierten medizinischen Wissenschaftler aus Stanford mit Weltrang, hatte bisher die medizinischen Studienqualität analysiert und ist wohl von Ausbildung und Erfahrung der am besten geeignete Mensch auf diesem Planeten, um die Gefährlichkeit des Virus beurteilen zu können. Leider wird dieses Wissen und auch neue Veränderungen durch Politik und Massenmedien paradoxerweise immer wieder ignoriert. 

Als Gefahr sehen viele auch Long– und Post-Covid: Allerdings haben 98% psychiatrische Vorerkrankungen und keine organischen Ursachen. Fast alle Long-Covid-Patienten waren schon vorher in Behandlung. So häufig, wie nach der Grippe das CFS-Syndrom auftritt, tritt nach Covid Post-Covid auf. Es liegt so bei 5-10%. Die Annahme liegt nahe, dass diese Krankheit also nicht wirklich neu ist.

Gefahr droht natürlich auch, wenn man eine Krankheit nicht behandeln kann. Seit 2 Jahren wird medial verdeckt, dass in kurzem Abstand immer wieder verschiedenste Studien erscheinen, die eindeutig zeigen, dass Vitamin D ein extrem guter Schutz vor Corona-Infektionen ist. Ist der Vitamin-D-Spiegel im Blut zu klein – was leicht messbar ist – kann man im Winter unbedenklich ergänzen. Zusätzlich hilft es gegen andere Infektionen und sogar gegen Krebs, weil es quasi der Grundstoff vieler Immunzellen ist. Hierzulande wenig bekannt ist das Mittel Ivermectin, mit dem Indien zur niedrigsten Sterblichkeit seit 20 Jahren in 2020 gekommen war. Hätte man in Europa eine Behandelbarkeit zugestanden, hätte man aber die Impfstoffe nicht bedingt zulassen und verkaufen können. Die Behandelbarkeit senkt natürlich auch das Risiko, das man Impf-Risiken gegenüberstellen muss.

Die größte angekündigte Gefahr war aber anfangs die Überlastung der Intensivstationen. Daher war auch zunächst die Devise “Flatten the curve”. Sieht man sich die Belastung der Intensivstationen über die gesamte Corona-Zeit an, erkennt man aber tatsächlich, dass es nie eine Überlastung in Deutschland gab. Partiell mussten Patienten in andere Kliniken verlegt werden, was aber immer schon so war. Tatsächlich waren die Krankenhäuser in 2020 ganzjährig unterbelegt, daher wurden jedes Jahr – auch 2021 – tausende Betten abgebaut. Eine sehr große Notfallreserve musste nie angebrochen werden. Finanzielle Anreize führten auch zu mehr Meldungen. Aktuelle Engpässe, nicht nur im Gesundheitsbereich, sind eher auf Personalmangel zurückzuführen, der durch Quarantänemaßnahmen und übermäßige Krankheitshäufigkeit bei Geimpften zurückzuführen ist. In Großbritannien sind momentan sogar 94% der Covid-Todesfälle Geimpfte, obwohl 25% ungeimpft sind. 

Wir haben also festgestellt, dass sehr viele Grundannahmen zur Gefährlichkeit des Virus nicht zutreffen. Grundannahmen, die viele Menschen stark und nachhaltig verängstigt haben. Aber heißt das, dass es tatsächlich ein Fehlalarm war? Wie könnte man das feststellen? Kann man das überhaupt feststellen?

Ja, es gibt eine Möglichkeit, die zumindest deutliche Anhaltspunkte gäbe! Wenn es in 2020 eine Pandemie gab, dann müssten zumindest in Ländern mit wenig Maßnahmen mehr Menschen als durchschnittlich gestorben sein. Länder mit Maßnahmen könnten – analog Watzlawick – zumindest vermuten, dass es an den Maßnahmen lag, wenn sie gute Ergebnisse haben. In Europa gab es 4 Länder mit wenig Maßnahmen in 2020. Das waren Island, Finnland, Norwegen und Schweden. Diese Länder hatten aber im Gegensatz zu den anderen europäischen Ländern weniger Übersterblichkeit. Island, Finnland und Norwegen sogar die geringste Sterblichkeit seit 9 Jahren. Die Länder mit wenig Maßnahmen schnitten also sogar besser ab, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass harte Maßnahmen zusätzliche Kollateralschäden verursachen. Zwar ist die Bevölkerungsdichte von Schweden kleiner aber – das Infektionsgeschehen wird besser durch die sog. Urbanisierungsquote abgebildet – also wie viele in Städten wohnen – die für Schweden sogar höher als die von Deutschland und Italien ist. Es ist schwer vorstellbar aber es ist Realität, dass fast alle europäischen Länder nicht über ihre maximale Übersterblichkeit in den letzten 10 Jahren gekommen waren. Die vielen Bilder und medialen Überflutungen lassen uns hier automatisch zweifeln. Falls Sie das recherchieren wollen, gebe ich einen Tipp. Für Vergleiche müssen Altersgruppen – also die Demografie – berücksichtigt werden. Vergleiche, die sich auf absolute Zahlen oder weniger als 5 Jahre beziehen, sind wenig aussagekräftig. Festzuhalten ist, dass es in 2020 keine Pandemie gab, wenn man annimmt, dass in einer Pandemie mehr Menschen versterben, als üblich. 

Eigentlich müssten in 2020 ja viele Corona-Tote dazugekommen sein? Wie kann das sein? Und noch zusätzlich zeigte das Gesundheitsministerium sogar, dass Atemwegserkrankungen, zu denen Covid ja gehört, in 2020 um 30% zurückgegangen waren. Eine Erklärung ist allerdings direkt sichtbar. In dem Maße, in dem Covid kam, verschwanden sonstige Lungenentzündungen, Grippe und Sepsis und andere Krankheiten. Es sieht so aus, als ob Covid gewissermaßen bekannte Todesursachen ersetzt hat, was man medizinisch Diagnoseverschiebung nennt. Unterstützt wird das dadurch, dass die Menschen im Median in einem Alter starben, in dem man es auch erwarten würde. Weiter würde passen, dass erstmalig die Grippe gleichzeitig mit den Covid-Tests ausstarb und man in den Krankenhäusern weniger Differentialdiagnose betrieb. Das heißt man prüfte weniger, ob die typischen Bakterien (z.B. Pneumokokken), Pilze, andere Viren oder Giftstoffe verantwortlich waren. Diese Prüfungen sind nämlich sehr langwierig und aufwändig.

Dazu aber noch eine Klarstellung: Die Grippe starb auch in den Ländern aus, in denen keine oder wenig Maske getragen wurde. Die Ursache für das gleichzeitige Aussterben der Grippe und dem Aufkommen von Covid kann also eigentlich nicht in den Masken oder Abständen liegen. Dies ist auch deshalb unwahrscheinlich, weil sich die Größe von Influenza- und Corona-Viren nicht unterscheidet. Nimmt man alle Zahlen und Fakten zusammen, erklärt die Diagnoseverschiebung die Realität in allen Facetten. Das Virus hat zu Todesfällen geführt aber es war und ist kein Killervirus. Vielleicht war das einer der größten und tragischsten, kollektiven Fehleinschätzungen aller Zeiten.

Die nächste Sendung ist am So, den 14.8 und da geht es um einen Realitätscheck für Medien und die sog. Covid-Impfungen. Besuchen Sie gerne corona-diskurs.de. Dort finden Sie die Sendung in Textform und hinterlegte Quellen. Wer analog mit uns sprechen will, für den sind wir jeden Samstag in Lüneburg auf dem Lambertiplatz von 11-14 Uhr verfügbar. Verantwortlich für die Sendung war Marc Dzaebel. Danke fürs Zuhören und einen erholsamen Sonntag!