6. Wirtschaft und Politik

Folge 6: 9.10.22, 8:00 Uhr, Corona Realitätscheck: Verdeckte Wissenschaft, ZuSa-Übersicht zum Nachhören

Ich grüße Sie am niedersächsischen Wahltag aus Lüneburg! Sie hören die sechste Folge von Corona Realitätscheck: Verdeckte Wissenschaft, im Bürgerfunk von Radio ZuSa. Verantwortlich für die Sendung ist Marc Dzaebel. Mit mir im Studio ist Sören Kliewer – einen wunderschönen guten Morgen. Heute geht es um wirtschaftliche und politische Hintergründe der aktuellen, existentiellen Wirtschaftskrise und dem Einfluss der Corona-Maßnahmen. Ich bin Marc Dzaebel, arbeite als Dipl. Inform. seit 1988 in leitenden und beratenden Positionen für IT-Unternehmen, werte seit 2 Jahren Corona-Wissenschaft auf meiner Webseite corona-diskurs.de aus und bin Mitglied der Partei dieBasis. Ja, ich bin Sören Kliewer, Völkerrechtler, Aktivist und gehöre zur aussterbenden Gattung der Kleinunternehmer.

Wer die Aussagen überprüfen möchte, findet auf der Webseite corona-diskurs.de Texte, Quellen und die Sendungen zum Nachhören.

Die Aussagen aus den letzten 5 Folgen haben sich in der Zwischenzeit weiter erhärtet. So hat zum Beispiel eine begutachtete Studie mit dem leitenden Redakteur des einflussreichen Britisch Medical Journal, gerade gezeigt, dass die Covid-Impfungen mehr schaden, als nutzen. Auch in Deutschland zeigen DIVI-Zahlen, dass 86% Geimpfte wegen Covid auf Intensivstationen liegen, obwohl die Impfquote nur bei 78% liegt. Aus den bisherigen Folgen ist noch festzuhalten, dass sowohl die Gefährlichkeit des Virus, als auch die Wirksamkeit der Impfungen und Maßnahmen vollkommen überschätzt wurden. Eine weltumspannende, mediale Propaganda-Matrix schob jegliche Kritik in Schubladen und verstärkte kontinuierlich die Angst, was in der Bevölkerung und Institutionen selbst zu massenpsychologischen Effekten führte. Aktuell ist Deutschland mit China weltweiter Geisterfahrer, was Corona-Maßnahmen angeht. Die Nachfrage nach einer vierten Impfung ist gering und einige unserer Nachbarländer haben sich bereits bei ihren Bürgern entschuldigt. Es ist ein absurder Zwischenzustand, in dem gleichzeitig uneingeschränkte Oktoberfeste und Impfpflichten in medizinischen und militärischen Bereichen weiterbestehen.

Die wirtschaftlichen Nachwirkungen der Corona-Maßnahmen, werden uns gesundheitlich und wirtschaftlich Jahrzehnte begleiten. So stieg die Inflation bereits seit Januar 21 von 0 auf jetzt 10% im September 22. Das ist der höchste Wert seit 1951. Andere Euroländer sind schon über 25% und die Türkei jetzt bei 83%. Die aktuellen Erzeugerpreise sind bereits bei 46%, die meist zu einem Drittel die Inflation der nächsten Monate bestimmen. Im Februar, zu Beginn des Ukrainekriegs, war die Inflation bereits über 5 Prozent und stieg in gleicher Form weiter. Genauso waren schon vor dem Kriegsbeginn Strom- und Gaskosten 3-4 mal so hoch, wie zu Anfang der Corona-Krise. Sowohl die Inflation, als auch die Energiekrise entwickelten sich also nicht durch Russland, sondern durch verfehlte Corona- und vor allem die Energie-Politik. Politik und Massenmedien schieben das Problem allerdings gerne allein auf Russland.

Zum Angriff auf die Ukraine muss man hier allerdings klar sagen, dass die UN-Charta ein absolutes Verbot eines Angriffskriegs beinhaltet, gegen das Russland verstoßen hat. Das ist ein brutaler, unmenschlicher Krieg, von dem wir dachten, dass er in Europa niemals mehr entstehen könnte. Zur ehrlichen Geschichte zählt aber dazu, dass z.B. die USA sehr viel mehr Kriege geführt und initiiert hat. Man denke an Hiroshima, Korea, Vietnam, Afghanistan und Irak um nur einige zu nennen. Das soll natürlich nicht bedeuten, dass der Angriffskrieg dadurch in irgendeiner Weise zu rechtfertigen sei. Allerdings hat die CIA beim Maidan-Putsch 2014 stark mitgeholfen. Die Anzettelung regierungsfeindlicher Proteste gehörte zum Standard der CIA in mindestens 10 Ländern. Der US-Friedensrat schrieb damals: „Es war ein durch die Vereinigten Staaten angezettelter ukrainischer Putsch“. Der damalige Präsident Viktor Janukowitsch wurde durch den pro-amerikanischen Premierminister Arseniy Yatsenyuk ersetzt. Danach wurden 10.000 Soldaten pro Jahr durch die USA in der Ukraine ausgebildet (Erg: 10.000 Soldaten pro Quartal in GB). Die Ukraine war zwar nicht in der Nato aber die Nato in der Ukraine, was gegen alle Zusagen bzgl. einer nicht stattfindenden NATO-Osterweiterung verstieß. Die Nato bemühte sich weiter, die Ukraine zu bewaffnen und auszubilden, indem alleine im letzten Jahr zwei Manöver mit der Ukraine durchgeführt wurden. Sogar das Wall Street Journal schrieb, dass das Geheimnis des militärischen Erfolges der Ukraine in der jahrelangen Ausbildung liege. Großmächte lassen sich so etwas vor ihrer Haustür normalerweise nicht gefallen und das wissen alle (siehe Kubakrise). Man kann den jetzigen Konflikt also ggf. auch als einen weiteren Proxy-Krieg, also einen Stellvertreter-Krieg zwischen Großmächten interpretieren, da diese wegen der unglaublichen Menge an Atomsprengköpfen nicht direkt gegeneinander kämpfen können. Es ist Spekulation aber die einseitige westliche Propaganda von der NATO als der alleinig Guten, glauben wohl auch im Westen nur noch wenige.

Leider ist die typische Reaktion der NATO und vor allem der Führungsmacht USA, Sanktionen zu verhängen. Sanktionen – wie z.B. gegen Iran oder vor allem China – haben noch nie gewirkt, werden aber immer wieder fortgeführt. Die Waffenlieferungen führen natürlich auch nicht zu mehr Verständnis zwischen den Kriegsparteien, sondern zu weiterer Mobilisierung. Man fragt sich, warum das seit 1971 geltende Prinzip „keine Waffenlieferungen in Krisengebiete“ diesmal aufgegeben wurde. Die politischen Grundsätze der Bundesregierung waren bisher klar definiert. So sollten Waffen nur an Bündnispartner geliefert werden. Die plötzliche Abkehr von elementaren Parteigrundsätzen, wie „Frieden schaffen ohne Waffen“ wurden plötzlich auf den Kopf gestellt. Aussagen unserer Außenministerin, wie „Die Ukraine muss diesen Krieg gewinnen“ oder „… egal, was meine deutschen Wähler denken, aber ich möchte für die ukrainische Bevölkerung liefern“ zeigen, wie schnell lange geltende Grundprinzipien aufgegeben wurden. Exminister Otto Schily spricht von Kriegsverherrlichung. Und hier zeigt sich die Fortsetzung des neuen Corona-Kults. „Es gibt keine roten Linien mehr“ ist der neue Leitspruch des Kanzlers. Natürlich nur wenn die „Umstände es erfordern“. Grundrechte, wie die Menschenwürde, persönliche Freiheitsrechte, Glaubens- und Gewissensfreiheit, Freiheit der Meinung, Kunst und Wissenschaft, Versammlungsfreiheit, Freizügigkeit, Berufsfreiheit, Unverletzlichkeit der Wohnung können im Corona-Kult mit einem einfachen „Die Umstände erfordern es“ aufgehoben werden. Und sorry, aber hier muss man unweigerlich an die Aussage des Versuchsleiters aus dem Milgram-Experiment denken „Der Versuch erfordert es“. Die gleiche Logik wird nun bei den Waffenlieferungen angewendet. Aber wer definiert die Umstände und wer belegt, dass etwas erforderlich ist? Wer kann sagen, warum die 25 anderen Kriege, die gerade laufen, unwichtiger sind und wir dort keine Waffen liefern müssen? Und was ist eigentlich das Ziel? Von Milgram ist zu lernen, dass unsere Moral schnell flüchtig ist. Daher müssen weitreichende Entscheidungen, die die gesamte Bevölkerung über Jahrzehnte Einschränkungen kosten kann, zumindest einmal gut begründet sein. Gut begründet heißt hier nicht, die üblichen rhetorischen Totschlag- oder Killerargumente, wie „wir müssen Verantwortung übernehmen und solidarisch sein“ zu verwenden. Für weitreichende Entscheidungen ist eine neue evidenzbasierte Politik nötig, die zunächst Lösungsmöglichkeiten in offenen Expertennetzwerken entwickelt, kurz- oder langfristige Schäden und Nutzen von Entscheidungen in zukünftigen Szenarien für die Bürger transparent macht und zumindest die Bürger einbezieht, wenn sie über Jahrzehnte Einschränkungen ausgesetzt würden.

Gute politische Entscheidungen benötigen natürlich auch ein realistisches Verständnis der aktuellen wirtschaftliche Lage. Diese wird stark durch die Entwicklungen des Finanzsystems beeinflusst, das auch nur über seine Entstehung verständlich wird. Dieses Finanzsystem wurde 1944 in Bretton Woods mit dem Dollar als Leitwährung eingeführt. Das Geld war mit Gold gedeckt, hatte also einen Goldstandard. Das heißt die Geldmenge eines Landes entsprach der dortigen Goldmenge und ein Umtausch war möglich. Dieses System war die Grundlage des Wirtschaftswunders in Deutschland. 1971 wurde das Geld aber vom Gold abgekoppelt und kurz darauf die festen Wechselkurse aufgegeben. Dieser sogenannte „Nixon-Schock“, war durch US-Kriege in Vietnam und Korea notwendig, weil neues Geld gebraucht wurde. Von da an konnten beliebig Dollars gedruckt werden, was tiefgreifende Konsequenzen auf das Geldsystem hatte. Unser Finanzsystem basiert also heute auf sogenanntem „Fiatgeld“, das sich eher auf ein gefühltes Vertrauen zum Herausgeber, also Regierungen und Zentralbanken bezieht, als verlässliche innere Werte. Dieses Drucken wird nun seit Jahrzehnten weitergeführt und führte zu immer größeren Finanzmarktkrisen, die jeweils durch verdoppeltes Drucken von Geld gelöst wurden. Nebenher gab es noch für den Normalverbraucher unsichtbare aber gleichermaßen gefährliche Krisen am sogenannten Repo-Markt, in dem sich Banken kurzfristig laufende Liquidität durch Zentralbanken beschaffen können. Ergebnis ist jedenfalls heute, dass die höchste, je bestehende akkumulierte Schuldenlast auf der Welt besteht. Wir sind an einem Punkt, an dem das Geld-Drucken nicht mehr möglich ist, ohne entweder durch niedrige Zinsen die Inflation zu befeuern oder durch hohe Zinsen ganze Staaten bankrott gehen zu lassen. Niedrigzinsphasen lösen Hochzinsphasen ab, was die Schwierigkeiten aber auch die Inkompetenz der Zentralbanken aufzeigt. Wahrscheinlich wird man einen Mittelweg zwischen der durch das Geld-Drucken erzeugten Inflation und Rezession gehen. Das nennt sich dann Stagflation, also Inflation und Stagnation gleichzeitig.

Der Starökonom und Bestsellerautor Marc Friedrich sagt, dass der Leitzins theoretisch auf 8% müsste, um die Inflation zu kontrollieren. Das würde sich aber auch auf die gigantischen Staatsschulden auswirken, sodass die Inflation wohl bleiben muss. Diese Schuldenkrise wird sich vor allem bei den Schwellenländern (also fortgeschrittene Entwicklungsländer) auswirken. Selbst die USA ist quasi schon in der Rezession, die nur noch nicht ausgerufen wurde. Ebenso wird Deutschland in die Rezession kommen. Friedrich sieht einen Schuldenzyklus der Weltwirtschaft, in dem wir uns aktuell in der Phase „Revolution und Kriege“ befinden. In der nächsten Phase sagt er weitere „Schulden und politische Umstrukturierung“ voraus, bis die End- und gleichzeitig Anfangsphase des nächsten Schuldenzyklus mit einer neuen Weltordnung entsteht. Der Euro, der erstmals unter den Dollar fiel, war schon immer schwach, weshalb Deutschland auf Kosten von Südeuropa Exportweltmeister werden konnte. Friedrich geht, wie Ernst Wolff, von einer geplanten, digitalen Zentralbankwährung aus, die man nach einer großen Krise als Retter präsentieren will. Diese Währung bezeichnet er als digitale Diktatur, Sozialismus und Planwirtschaft 2.0 à la DDR. Der Grund ist, dass dieses Geld dann programmierbar ist. Menschen könnten damit beliebig überwacht und über die aus China bekannten Sozialpunktesysteme geführt werden. Das Geld kann dann beliebig ablaufen oder Menschen gezwungen werden, nur in bestimmten Regionen oder nur bestimmte Waren zu kaufen. Letztlich können unsoziale Menschen – die sich nicht zum 38 Mal impfen lassen – damit an- und ausgeschaltet werden, wie es in China passiert, wenn man z.B. dafür demonstrieren will, dass man sein Geld wieder abheben darf. Der Finanzkomplex merkt, dass sein System am Ende ist, will sich aber seine Macht erhalten. Wenige werden das zugeben, aber das Finanzsystem ist jetzt nicht mehr zu retten weil eben immer nur Symptome bekämpft wurden. Eine Möglichkeit, wäre für Friedrich der Bitcoin, der staatlich nicht manipulierbar ist. Zentralistisch organisierte Zentralbankwährungen waren bisher immer zum Scheitern verurteilt.

Zur Krise des Finanzsystems kommt nun eine doppelte Energie-Krise hinzu. So haben die Vorgängerregierungen bereits zu schnell und übrigens einmalig auf der Welt ganz auf die Kernkraft verzichten wollen. Gleichzeitig sollten dann auch noch die erneuerbaren Energien zu schnell gepusht werden, obwohl absehbar war, dass sie allein nicht genug und nur instabile Energie liefern können. Als wäre das nicht genug, wurde dann kürzlich der Nord Stream Anschlag ausgeführt, der Deutschland erst mal komplett vom russischen Gas abschneidet. Prof. Christian Rieck hat systematisch, anhand spieltheoretischer Überlegungen untersucht, wer für so einen Anschlag verantwortlich sein könnte. Sein Ergebnis war, dass bzgl. der Interessen die russische Opposition oder die USA am ehesten dafür in Frage kämen. Russland am wenigsten (Nicht gesprochen ist ein weiteres Video, in dem Russland und USA gleich wahrscheinlich sind). Die Aussage von Joe Biden am 7. Februar war eindeutig „Wenn Russland mit Truppen und Panzern in die Ukraine einmarschiert, wird es kein Nord Stream 2 geben, wir werden das beenden … Ich verspreche Ihnen, wir sind in der Lage das zu tun“. Am 26. Januar hatte bereits Ned Price, Sprecher des US-Außen­minis­teriums gesagt: “Ich möchte ganz klar sagen: Wenn Russland auf die eine oder andere Weise in die Ukraine einmarschiert, wird Nord Stream 2 nicht weiter vorankommen“. Die stellvertretende Pressesprecherin twitterte damals „Joe Biden hat deutlich gemacht, dass wir im Falle einer russischen Invasion in der Ukraine mit Deutschland zusammenarbeiten würden, um sicherzustellen, dass Nord Stream 2 nicht weiterlaufen wird“. US-Außenminister Blinken spricht von der Sabotage als enormer Chance, Europa von russischer Energie abzukoppeln. Die USA will seit Jahren, dass die EU das Frackinggas aus den USA importiert. Nimmt man die Aussagen der US-Regierung ernst, so könnte der Anschlag tatsächlich – gegebenenfalls sogar im Einverständnis mit der deutschen Regierung – von den USA durchgeführt worden sein. Vielleicht damit Deutschland gar nicht erst in die Verlegenheit kommt, russisches Gas nutzen zu müssen oder Sanktionen zu beenden, nur weil es zunehmend Bürger fordern. Stattdessen kann ja das LNG-Gas aus den USA importiert werden. Es ist Spekulation aber manchmal liegt die Wahrheit auch auf dem Tisch. Das würde aber bedeuten, dass die Schwächung Russlands für die USA wichtiger ist, als eine Kernschmelze in Europa zu riskieren.

Das russische Gas ist Voraussetzung für die meisten Industriezweige in Deutschland, wie Chemie-, Papier-, Auto-, Metall- und die Grundstoffindustrie. Schon jetzt ist die Produktion von AdBlue in Gefahr, was Laster für den Transport von Lebensmitteln benötigen. Der Import von Flüssiggas über LNG-Tanker ist eigentlich gar keine Lösung, da dieses durch die Transportkosten um ein Vielfaches teurer sein muss, als das Pipeline-Gas. Der Energieexperte Prof. Fritz Vahrenholt sagt, dass unsere Industrie so nicht mehr wettbewerbsfähig ist und bereits teilweise irreversibel abgewandert ist oder abwandern muss. Das Bauen der benötigten Tanker ist schon allein ein Problem für mehrere Jahre. Mindestens 6 Millionen Arbeitsplätze sind in Gefahr und die Dominoeffekte der abhängigen Wirtschaft sind noch unabsehbar. Nur eine neue politische Koalition könne das Problem sinnvoll angehen. Vahrenholz sieht ideologische Gründe der Klimarettung im Hintergrund. Das Auto solle eigentlich abgeschafft werden. Der Weltklimarat hat im mittleren Szenario einen Steigerung der Temperatur bis 2060 um 0,6 Grad prognostiziert. Das sei keine Katastrophe und so warm, wie es bereits im Hochmittelalter war. Für die Ernährungssituation sei CO2 eher gut, weil die Pflanzen vom CO2 profitieren. Trotzdem sei CO2 ein Klimagas, nur die Auswirkungen nicht so dramatisch, wie angenommen. Der Gaspreisdeckel ist zwar jetzt die einzige Möglichkeit aber die 200 Milliarden Euro Schulden – und es sind Schulden und kein Sondervermögen – müssen letztlich die Bürger wieder durch Inflation zahlen, wie schon die unnötigen Corona-Maßnahmen. Die Verstaatlichung von Uniper und die enormen staatlichen Eingriffe lösen die Kernursachen nicht und führen – wenn es so weitergeht – in eine Planwirtschaft.

Bezüglich der Kernkraftwerke sagt der Energieexperte Björn Peters, dass man den Strompreis halbieren könnte, wenn man die 3 abgeschalteten Kraftwerke wieder hochfährt und 3 statt 2 weiterlaufen lässt. Die Sicherheit der Reaktoren ist gerade im Westen sehr hoch. Es gab über die gesamte Nutzungsdauer weltweit nur 256 Tote durch AKWs, selbst wenn alle Vorfälle auf der Welt einbezogen werden. Er sagt, dass es eine sogenannte Defund-Bewegung gäbe, die bewusst versucht, fossilen Energien das Geld zu entziehen.

Der Finanzexperte Ernst Wollf, sieht den digital finanziellen Komplex als eine zentrale Macht auf der Welt. Die digitalen Unternehmen, wie Amazon, Alphabet, Meta, Apple und Microsoft verwalten die Daten, während die 10 größten Vermögensverwalter, z.B. BlackRock und Vanguard 45 Billionen Euro verwalten. Zum Vergleich belaufen sich alle Schulden weltweit auf 300 Billionen Dollar. Da die Vermögensverwalter bei fast allen Wettbewerbern aller Branchen investiert sind, können sie die Märkte in jede gewünschte Richtung bewegen. Laurence Douglas Fink, Vorstandsvorsitzender von BlackRock sitzt mit den Zentralbanken an einem Tisch und kann damit erheblichen Einfluss auf die Weltwirtschaft nehmen, weil er über die notwendigen Daten verfügt. Wolff glaubt, dass nach der Corona-Krise eine Wirtschaftskrise und soziale Unruhen schließlich zu einem Zustand führen sollen, in dem die Bevölkerung quasi nach jedem Strohalm greift und das digitale Zentralbankgeld und eine neue Ordnung akzeptieren wird. Er nennt das digitale Diktatur.

Unterstützt wird die These durch die Vorhersagen des Weltwirtschaftsforums (kurz WEF) für 2030. Dort trifft sich jährlich die Elite aus Konzernen und Politik. Es geht dort um futuristische Pläne. Freie Märkte und individuelle Wahlmöglichkeiten sollen in staatlichen Interventionismus und Kollektivismus transformiert werden. Der sogenannte Great Reset war im Januar 2021 das Thema, bei dem auch Angela Merkel sprach. Das Buch „Great Reset“ vom WEF-Gründer Klaus Schwab, wurde bereits im Juni 2020 fertig und beschrieb, dass es wegen Covid niemals mehr ein Zurück zum Normal geben sollte. Das WEF hat ein „Young Global Leaders“-Programm, das die Eliten der Welt ausbilden soll. Dort sind z.B. Analena Baerbock, Jens Spahn, Liz Truss, Viktor Orban, Emmanuel Macron, Jacinda Ardern und viele andere mehr. Es gibt etwa 10.000 Global Shapers, die die Welt mit den WEF-Thesen beglücken sollen. Die sogenannten WEF-Projektionen zielen darauf, dass Privateigentum, Privatsphäre und individuelle Freiheiten bis 2030 nicht mehr bestehen. Man muss sich alles von Öffentlich-Privaten-Partnerschaften leihen, was über ein Sozialpunktesystem rationiert wäre. Verbunden ist das mit einer vollständigen digitalen Überwachung. Nachhaltigkeit und sauberer Energie soll mit Mitteln erzwungen werden, die über kommunistische Vorstellungen hinausgehen. Die Vorhersagen, die eher als Plan wirken, umfassen folgende 8 Punkte:

  • Die Menschen werden nichts besitzen.
  • Die Welt wird von einer kleinen Gruppe von Ländern beherrscht.
  • Organe werden nicht verpflanzt, sondern 3D gedruckt.
  • Der Fleischkonsum wird minimiert.
  • Es wird zu enormen Flüchtlingsbewegungen kommen.
  • Um CO2 zu begrenzen, wird ein globaler Preis auf einem hohen Niveau festgesetzt.
  • Wir können zum Mars zu fliegen und eine Reise beginnen, um außerirdisches Leben zu finden.
  • Westliche Werte werden bis zum Äußersten getestet.

Das sind schon surreal anmutende Vorhersagen. Ida Auken hat für das WEF ein Szenario beschrieben, das die Vorhaben detaillierter erklärt. Danach kann die soziale Zustimmung hergestellt werden, indem Zusicherungen einer umfassenden Gesundheitsversorgung und eines garantierten Grundeinkommens angeboten werden. Sie schreibt „Zusammen mit dem Versprechen, jeden gewöhnlichen Menschen in einen gottgleichen Übermenschen zu verwandeln, scheint das Versprechen eines „universellen Grundeinkommens“ höchst attraktiv“. Weiter schreibt sie, dass technische Verfahren des Geldtransfers vom Staat gleichzeitig genutzt werden, um die bargeldlose Gesellschaft einzuführen. Zu all diesen völlig abgedrehten Vorstellungen kann man nur sagen, dass die Schaffung einer besseren Welt durch eine Diktatur ist ein Widerspruch in sich ist. Tatsächlich ist es ein Angriff auf die Menschenwürde und die Freiheit.

Für Deutschland sieht Marc Friedrich eine Deindustrialisierung durch absolute Inkompetenz in der Politik, die schon 10 bis 20 Jahre anhält. Die Politik hat nicht nur die Energieabhängigkeit von Russland verdrängt, sondern primär ein ideologisches Problem und den Größenwahn, dass Deutschland die Welt oder das Klima alleine retten kann, statt z.B. unser Demografie-Problem anzugehen. Gleichzeitig kümmert man sich ums Gendern, und wie oft man sein Geschlecht pro Jahr wechseln kann. Viele Unternehmen sind bereits aus Deutschland abgewandert und viele haben es vor. Die meisten Länder der Welt machen bei den Sanktionen eben nicht mit. Und diese schaden uns massiv, während Russland Rekordgewinne macht. Wir kaufen das überteuerte Gas dann aus China, das es wiederum aus Russland bezieht. Deutschland müsste jetzt eher in Forschung z.B. für Speichertechnologien, Wasserstoff, Wasserkraft oder auch neuartiges Fracking investieren und Kernkraftwerke laufen lassen. Allein Wind und Sonne reichen in Deutschland, wegen der nördlichen Lage, eben nicht aus. Nach der Corona-Krise hätte man erkennen müssen, dass die Folgen zunächst bewältigt werden mussten. Stattdessen hat man sich mit den Sanktionen in die nächste Krise überhoben, die noch gravierendere und langfristige Auswirkungen haben wird.

Es wird wohl so sein, dass wir wieder erst hungern müssen, Rationierungen haben, Preise durch die Decke gehen, bis man auf die harte Weise zum Lernen gezwungen wird. Nach der globalen Krise wird es aber die Chance zum Neuaufbau geben, und darin sind wir ja gut.

Die nächste Sendung am 23.10 beschäftigt sich mit den medizinischen Hintergründen. Besuchen Sie gerne corona-diskurs.de. Dort finden Sie die Sendung sowohl zum Nachhören, als auch in Textform mit hinterlegten Quellen. Wer analog mit uns sprechen möchte, für den sind wir jeden Samstag in Lüneburg auf dem Lambertiplatz von 11-14 Uhr verfügbar. Verantwortlich für die Sendung war Marc Dzaebel. Danke fürs Zuhören und einen erholsamen Sonntag!