Venezuela
Am 3.1.2026 führte die USA einen völkerrechtswidrigen, mafiösen Enthauptungsschlag gegen Venezuela durch und kidnappten Präsident Maduro (s.a. 2019 Guaidó, 1989 Noriega, Panama). Das untermauert eine gemeinsame Ursache, die auch dem Ukraine-Projekt zugrunde liegt. Einen Vorherrschaftsanspruch der USA, der sich nun (zunächst?) auf den amerikanischen Kontinent reduziert. Die neue Sicherheitsstrategie (11/25 Wiederherstellung Vormachtstellung) der USA leitet sich u.a. aus der Monroe-Doktrin (1823) ab, die keinerlei europäische Einmischung duldet. Trump nennt sie in seinem narzisstisch, imperialistischen Größenwahn Donroe-Doktrin (D=Donald, Trump Corollary). Sie erweitert die Monroe-Doktrin von “keine Einmischung” auf uneingeschränkte US-Dominanz in der westlichen Hemisphäre. Das bedeutet nichts weniger, als der Versuch einer Aufteilung der Welt in zwei Hemisphären (westlich und östlich des Atlantiks). Damit sind auch alle freien Staaten in Nord- Mittel- und Südamerika einschließlich Grönland in Gefahr. Venezuelas Ressourcen (weltweit größte Öl-Reserven, Gold und seltene Erden) können nun neokolonial ausgebeutet werden. Zusätzliche US-Motivation ist der Erhalt des Petrodollars. Aber selbstverständlich sollen alle glauben, dass es um die Rettung Venezuelas geht. Tatsächlich lehnen 94% der Venezolaner eine militärische Intervention ab (Exilanten/Opposition jubeln).
Wer ist der nächste? Kuba, Kolumbien, Grönland, Iran, Mexiko, Nicaragua, Panama-Kanal, Gaza, Kanada?
Hintergründe: Michael Lüders, 6.1.26, Jeffrey Sachs 3.1.26 [eng], Pascal Lottaz 3.1.26
Friedrich Merz stellt sich zunächst eher auf US-Seite. Maduro habe “sein Land ins Verderben geführt” und sei “unselige Allianzen” eingegangen. Deutschland versteht weiter nicht, dass die US-Doktrin eher Partner auf dem europäischen Kontinent nahe legt und statt Militarisierung, eher multipolarer Interessensausgleich anzustreben ist. Wir müssten durch eine neue Sicherheitsordnung unabhängiger von den USA werden. Das US-Projekt Ukraine ist vorbei, weil es die nötigen Voraussetzungen auch durch deutsche Milliarden & Waffen für das “Amerika-Projekt” geebnet hat. Russland und China als Großinvestoren in Venezuela, machen bisher nicht den Anschein, militärisch zu helfen. Auch deutsche Massen-Medien scheinen den Putsch-Versuch eher zu bewundern und nicht besonders zu kritisieren, weil es offenbar uns zusteht zu entscheiden, ob ein Krieg gerechtfertigt ist.
Der “Friedens”-Nobelpreis für M. C. Machado liefert zufällig genau das richtige Timing, um die US-Angriffe zu unterstützen. Sie hatte mehrfach eine militärische Intervention befürwortet, ihren Preis Trump gewidmet und verehrt Netanjahu.
Durch die Sanktionspolitik der USA seit 2005 und der EU seit 2017 ist die Wirtschaft in Venezuela zusammengebrochen und hat zu extremer Verarmung/Übersterblichkeit des ehemals reichsten südamerikanischen Landes geführt. 8 Mio. sind daher geflüchtet und 1/4 leidet heute unter Hunger. Trotz der Verstaatlichung unter Chávez, erfolgte private US-Ölförderung von US-Konzernen wie Chevron (20% der venezolanischen Förderung) sanktionsfrei! Maduro hatte zuletzt seinen Rücktritt (quasi Kapitulation) angeboten, wenn die Sanktionen gegen sein Volk beendet würden und eine Amnestie erfolgt.
Die US/EU-Sanktionen wurden mit der Lüge begründet, dass Venezuela ein Drogenstaat ist. Der Weltdrogenbericht 2025 zeigt z.B., dass Venezuela nur 5% der kolumbianischen Drogen transportiert und das größte Problem in Ecuador liegt.