Waldbrände
Viele aktuelle ÖRR-Beiträge behaupten zunehmende Waldbrände (1), die angeblich durch Hitzewellen (2) ausgelöst werden. Z.B.:
- MDR 23.9.26 Extremwetterkongress: „Wetterextreme gibt es immer häufiger … auch Waldbrände sind Sommer für Sommer ein riesiges Problem, ausgelöst durch Hitzewellen, mit immer neuen Temperaturrekorden…“.
- MDR 3.8.26 Wie viel Klimawandel steckt denn nun im Waldbrand: „Durch den Klimawandel hat sich die Waldbrandsituation weltweit verschärft„
- ARD 31.7.26 Welche Rolle spielt der Klimawandel bei Waldbränden? „Durch häufigere und intensivere Hitzewellen sowie längere Trockenperioden steigt das Risiko für sogenanntes Feuerwetter“ (Offensichtlich ohne Wirkung)
- Zunahme? (➔ Nein: Globales Minimum verbrannter Fläche)
- IPCC – AR6 WGI Chapter 5, Final Government Distribution (PDF S. 5-27)
- „Satellite observations reveal a declining trend in global burned area by about 20% over past two decades“
- Der Klimarat geht also von einem Rückgang der abgebrannten Fläche weltweit aus
- Auch Aktuelle Übersichtsdaten [OWID burned area] zeigen, dass 2026 sogar ein weltweites Minimum aufzeigt (Europa 2-niedrigster Wert). Regional gibt es natürlich Unterschiede (EU liegt höher, was MDR-Kommentatoren leicht mit der Welt verwechseln, die 33 mal mehr Landfläche hat) aber wenn man danach ginge, könnte man keinen einzigen Indikator nutzen, weil es für jede Messung regionale Unterschiede gibt. Der Rückgang betrifft zwar Afrika mit mehr Savannen und Buschland aber Wälder sind global stabil (OWID). Afrika ist an regelmäßige Feuer angepasst, muss aber für Landnutzung und Landwirtschaft entwalden.
- Auch das GWX-Wildfire zeigt Global Burned Area (GWIS) als rückläufigen Trend.
- Auch die Anzahl der Waldbrände weltweit ist seit Anfang der GWIS-Messreihe 2012 sinkend und 2026 auch minimal! [2026]
- Globale Ergrünung der Welt (~10% mehr Blattfläche seit 2000) 2024/2025: Grund wohl mehr CO2
- CO2-Emissionen durch Brände gehen zurück [2025]
- IPCC – AR6 WGI Chapter 5, Final Government Distribution (PDF S. 5-27)
- Auslöser Hitzewellen? (➔ Nein: ~95% menschlich)
- Die EFFIS (EU) schreibt: „over 95% of the fires in Europe are caused by humans“
- Auch der IPCC AR6 schreibt „In Süd-, West-/Mitteleuropa und Nordeuropa haben menschliche Aktivitäten mehr als 90–95% der Brände verursacht, während in Osteuropa natürliche Zündungen einen beträchtlichen Anteil der verbrannten Flächen ausmachen„. IPCC: „Presently, humans are the main cause of fire ignition with lightning playing a lesser role globally“
- Auch die WHO schreibt: „An estimated 80–95% of global wildfires are ignited by human activities (e.g., downed or arcing power lines, campfires, equipment use, etc.) rather than natural ignition (e.g. lightning)„
- Selbst wenn es eine Zunahme gäbe (was nicht der Fall ist), wären Waldbrände also nicht die richtige Kategorie, weil eben nicht Hitze (man braucht über 250 Grad), sondern menschliche Zündquellen ursächlich sind.
- Quarks-Short erklärt die menschlichen Ursachen.
- Fleischmann 25.9.26: Kiefern- und Fichtenmonokulturen mit viel Unterholz, wie die Seekiefernwälder in Frankreich oder Eukalyptuswälder in Australien, Kalifornien, Spanien und Portugal, brennen dagegen wie Zunder. Eukalyptus ist pyrophil, also feuerliebend, und trocknet den Boden aus. Auf der Iberischen Halbinsel wurde Eukalyptus erstmals vor etwa 150 Jahren angepflanzt und in den vergangenen 50 Jahren wegen seiner Schnellwüchsigkeit verstärkt als Rohstoff für die Papierindustrie genutzt.
Obige neuste Sachverhalte der selbst definierten Klimaexperten dürfen nicht vorenthalten werden, weil unnötige Angstmacherei die Menschen krank macht. Panik ist hier nachweislich nicht gerechtfertigt, bringt aber mediale Aufmerksamkeit.
Gegenrede
- Das Risiko steigt mit der Temperatur?
- Klingt logisch aber Wald entzündet sich selbst im günstigsten Fall (trockenes Unterholz und leichter brennbare Baumarten) erst bei über 200 Grad. 1, 2 oder 10 Grad mehr würden keinen Unterschied machen.
- Auch fahrlässige Zündung würde voraussetzen, dass das Unterholz durch höhere Temperaturen heute trockener ist. Zwar beobachtet der DWD weniger Bodenfeuchte aber langjährige und flächendeckende Messreihen zur Entwicklung der Trockenheit des Unterholzes oder bodennaher Vegetation existieren nicht. Die Annahme einer leichteren Entzündbarkeit ist hier reine Spekulation.
- Durch das aktuell erhöhte CO2 brauchen Pflanzen ihrer Blattöffnungen (Stomata) nur noch kürzer zu öffnen. Dadurch brauchen sie weniger Wasser, und werden größer und dürreresistenter und es ist weltweit grüner geworden [Nature 10.9.26]. Dieser Effekt könnte gegen Entzündbarkeit wirken, nur ist er in seiner Wirksamkeit auch nicht untersucht. Seit 2000 wurde eine Zunahme der Wassernutzungseffizienz von etwa 14±10% bei Laubbäumen und 22±6% bei Nadelbäumen gefunden [Nature].
- Wollten wir Waldbrände reduzieren, müssen wir bei fahrlässigen und vorsätzlichen menschlichen Handlungen anfangen, da diese ~95% ausmachen. Die obige Temperatur-Hypothese muss der Realität untergeordnet werden. Wenn Medien hier den IPCC zurechtweisen, indem doch steigende Waldbrände durch mehr Risiko suggeriert werden, ist das Sensationalisierung und nicht Objektiv und Überparteilich, wie es der Medienstaatsvertrag fordert.